Day off

Heute habe ich etwas Zeit zu schreiben, denn wir haben einen freien Tag. Auch, wenn die Ausbildung bisher mehr Theorie als Praxis beinhaltet, ist es recht anstrengend. Das ständige Sitzen verleiht uns doch einiges ab. Hinzu kommt noch die Hitze – wir haben immer über 30°C und trotz Regenzeit gibt es selten eine Abkühlung. Das hake ich jedoch mal unter „Luxus-Probleme“ ab. Was mir mehr Gedanken bereitet ist die Qualität und der Inhalt der Ausbildung. Da es einige Lehrer nicht nach Bali geschafft haben, wurde improvisiert und wir haben das Gefühl, dass uns nicht das Wissen vermittelt wird, das wir brauchen. Santosha hat uns versichert, dass alles okay ist, aber ich persönlich bin der Meinung, dass mir das nicht ausreicht, um als qualifizierte Yoga-Lehrerin zu praktizieren. Daher denke ich darüber nach, gleich im Anschluss die 300 Stunden-Ausbildung zu absolvieren. Eine Entscheidung werde ich in den nächsten 14 Tagen fällen.

Unser Tagesablauf bestand bisher aus Asanas am Morgen, Meditation am Mittag, dann Yoga Philosophie und Anatomie. Wie gesagt viel Theorie, wenig Praxis. Das soll sich aber in der kommenden Woche ändern. Gestern Abend sind wir alle zusammen ausgegangen, wir sind mittlerweile eine richtige harmonische Gemeinschaft. Heute genießen wir alle unseren freien Tag. Einige machen einen Ausflug, andere gehen zum Yoga und ich war das erste Mal seit einem Jahr wieder surfen. Bali und der hiesige Lebensstil sind einfach wunderbar, das hält man auch ganz gut mit etwas weniger Schlaf aus. 😉

Frei nach dem Motto „let it go, let it flow“…

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Watch

Watch your thoughts they become your words.

Watch your words they become your actions.

Watch your actions they become your habits.

Watch your habits they become your character.

Watch your character it creates your destiny.

Frank Outlaw

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Willkommen die Zweite

Leider läuft das Training noch nicht nach Plan und ich fühle mich noch mehr im Urlaub als alles andere. Was jedoch auch keine Entspannung bedeutet, im Gegenteil: Anspannung liegt in der Luft. Heute hatten wir den zweiten „welcome circle“ nachdem gestern noch ein paar Schüler und Lehrer gefehlt haben. Aber selbst heute sind wir nicht komplett und alles wirkt etwas chaotisch und improvisiert. Das Gästehaus ist wirklich super und empfehlenswert, ebenso sind meine Mitschüler alle sehr nett. Die Organisation der Schule lässt allerdings zu wünschen übrig, so dass ich noch nichts Spannendes von meinem Training berichten kann, außer:

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Viel Zeit für mich

Als ich am Dienstag Früh mit meinem Balinesischen Kaffee auf meiner kleinen Terrasse in der Unterkunft in Ubud saß, fragte ich mich: „War es vernünftig, meinen sicheren Job und meine schöne Wohnung zu kündigen, um ein paar Wochen durch Indonesien zu reisen und eine Yoga-Ausbildung zu machen?“ Die Antwort kam mir am Abend nach einer Klasse Yin-Yoga bei Yoga Barn: „JA!“ Innerlich habe ich geschmunzelt über meine anfängliche Sorge ein paar Stunden zuvor und schiebe diese mal auf die Tatsache, dass ich noch nie so lange allein unterwegs war. Auch, wenn ich in Ubud keine Freundschaften fürs Leben geknüpft habe, so habe ich mich dort sofort wohl gefühlt. Alles eco-friendly, organic und Yoga stuff wohin das Auge reicht. Man könnte den ganzen Tag nichts anderes machen als Yoga – und zwischendrin eine Schüssel Quinoa Porridge oder einen raw cake genießen und einen fair gehandelten Kaffee trinken. Es war, als gehöre ich dorthin. Ich könnte mir jedoch (noch) nicht vorstellen, dort zu arbeiten, die Qualität der Lehrer ist schon recht hoch. Selbst Wanda Badwal (die einige vielleicht noch aus Germany’s next Topmodel kennen) ist schon ziemlich gut und sie macht das meines Wissens noch nicht lange. Was mir außerdem fehlen würde, ist der persönliche Bezug zu meinen Schülern. Hier hat man es doch oft mit Urlaubern zu tun, da ist es unmöglich eine tiefere Verbindung aufzubauen. Und das ist ein Aspekt, weswegen ich mich für diesen Beruf entschieden habe!

Mittlerweile bin ich in meiner Unterkunft in Canggu angekommen, in der auch die Yoga-Schule ist. Leider wurde der Anfang des Trainings auf Dienstag verschoben, da einige der Lehrer Mitschüler aufgrund der Aschewolke des Vulkans auf Lombok noch nicht anreisen konnten. Bis dahin werde ich mir die Zeit mit Vorbereitung am Meer oder Pool vertreiben.

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Aloha meine Lieben!

Die Gegenwart annehmen

Anschluss verpasst… Schon vor dem Start war mir klar, dass ich meinen Flug in Doha nicht erreichen werde. Tja, was macht man da? Ärgern bringt nichts, überhaupt nichts! Als Vorbereitung für meine Yoga-Lehrer-Ausbildung übe ich mich intensiv darin, Situationen, die ich nicht ändern kann, anzunehmen. Was bringt es mir, dass ich mich aufrege oder nervös werde?! Also zurücklehnen und entspannen, es wird schon alles gut werden, davon bin ich überzeugt. Das „Zauberwort“ heißt Hingabe. Dazu möchte ich Eckhart Tolle zitieren: „Hingabe ist die einfache und zugleich tiefe Weisheit, dich dem Fluss des Lebens anzuvertrauen statt dich ihm zu widersetzen. […] In der Hingabe lässt du den inneren Widerstand gegen das, was ist, los. Dein innerer Widerstand entsteht durch mentales Urteilen und emotionale Negativität, die das, was ist, verneinen. Das geschieht besonders dann, wenn Dinge „schief laufen“, wenn also eine Lücke zwischen den Ansprüchen oder rigiden Erwartungen deines Verstandes und dem entsteht, was ist.“ Diese Hingabe lässt sich gut in solchen Situationen üben, in denen einfach mal etwas nicht wie geplant läuft, wie z.B. ein Stau, ein kaputtes Handy oder ein verlorener Schlüssel. „Hingabe ist eine rein innere Erscheinung. Sie hat nichts damit zu tun, dass du im Außen nicht aktiv werden und die Situation verändern könntest. In deiner Hingabe musst du auch nie die gesamte Situation annehmen, nur ihren kleinen Abschnitt, der Jetzt heißt.“ Das heißt, ändere, was du ändern kannst, aber akzeptiere auch, was du nicht ändern kannst. Das kannst du genauso auf Personen beziehen, versuche nicht, jemanden zu ändern, du kannst es nicht. Nimm Menschen, wie sie sind, akzeptiere sie, urteile nicht.

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In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche!

Zitate aus „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle

 

Es geht los!

1. November 2015 – meine große Reise beginnt

Ich sitze ein bisschen aufgeregt am Frankfurter Flughafen, in einer Stunde geht mein Flug nach Doha/Katar. Von dort aus geht es dann weiter nach Kuala Lumpur/Malaysia und dann nach Denpasar/Bali.

Heute in einer Woche beginnt meine Yoga-Lehrer-Ausbildung. Die Anforderungen sind im Vorfeld schon nicht gering. Die letzten Tage habe ich damit verbracht, Muskeln, Gelenke und Knochen mit Buntstiften auszumalen, was mich in meine Schulzeit zurück versetzt hat. Vorab müssen wir außerdem ein Buch lesen, dazu ein paar Fragen beantworten, sowie eine Zusammenfassung über eine Indische Philosophie schreiben (die ich selbst auf Deutsch kaum verstehe). Aber ich habe ja jetzt noch 18 Stunden Reisezeit vor mir, da wird mir dann schon mal nicht langweilig.

Während meines Bali-Aufenthalts möchte ich hier von meinen Erfahrungen berichten und freue mich, wenn ihr hin und wieder mal reinschaut.

Alles Liebe & bis bald!

Eure Melanie